1. Unsere letzten 12 Monate

    9. Mai 2013, 00:16 Uhr

    In den letzten 12 Monaten ist so ungemein viel passiert, dass Berichte mit Blick hinter die Kulissen viel zu kurz kamen, wenn nicht sogar ganz aus blieben. Das tut uns natürlich Leid und war mehr ungewollt, weil getrieben von eben all diesen Dingen (in wahlloser Reihenfolge)…..

    Da ist zum einen Mal die Unterstützung, welche wir von Freunden und Investoren (u.a. von der Zürcher Kantonalbank) erhalten haben. Dies bedurfte eine sorgfältigen Vorbereitung, der Erstellung einiger Dokumente (obwohl wir hier glaube ich recht verschont wurden – danke) und vielen Gesprächen, die uns erstmals von Aussen neue Sichtweisen eröffneten. Schliesslich nach nur 4 Monaten: Wir konnten unabhängig bleiben und doch auf das Know-how und die finanzielle Unterstützung von tollen Menschen um uns herum zählen. Dieser Schub hat uns immens viel gebracht. Einerseits hatten wir zuvor begonnen uns zu “verzetteln” und unser Ziel und unsere Vision aus den Augen zu verlieren. Andererseits verfolgten wir immer noch ein starkes Trial & Error Verfahren in vielen Bereichen wie beispielsweise in Online Marketing. Das musste aufhören.
    Klar man muss sich, die Idee und neue Wege ausprobieren. Aber irgendwann ist dann auch mal Schluss. Unsere Freunde, Investoren und Partner gaben und geben uns einen Kompass und Leitplanken, an denen wir anecken können –  die uns am Ende aber immer auf Kurs halten.

    Ärgerlich war in 2012 einzelne Aktionen, die man aus heutiger Sicht lieber vermieden hätte. Die TV Spots waren ein solcher. Im Grundsatz korrekt, gezielt eingesetzt vertretbar. Aber mit immensen Summen in mehreren Ländern drauf los zu schalten sicher nicht. Traffic ohne ende, aber nicht im benötigen Masse die nötigen Käufe dazu, um wirklich den Invest zu rechtfertigen.  Die Ausweitung des Produktsortiment war ein anderer Fehler, zumindest in der Art und Weise wie wir es getan hatten. Grundsätzlich streben wir ein breiteres Sortiment an. Allerdings wurden wir immer mehr zu einem assortierten Schokoladendschungel ohne Konzept. Angespornt durch gute Verkaufszahlen der ersten neuen Produkte waren wir nicht mehr aufzuhalten. Die Folge.

    Erstens sabotierten wir geradezu unsere eigenen Produktionsprozesse. Alles in unserem Shop wird frisch auf Bestellung produziert. Durch die enorme Vielfalt der Produkte mit unterschiedlichen Abkühlzeiten usw, wurde die Abstimmung von Produktion und Versand extrem komplex. Dies führte zu längeren Lieferzeiten, höhere direkte Produktionskosten, weniger Marge, die Liste geht noch lange weiter….also nicht lustig.

    Das ganze wurde noch gekrönt mit einem kompletten Relaunch unserer Website von Magento free (Hobby) zu Magento Enterprise (für Erwachsene) und , weil uns sonst eventuell langweilig geworden wäre, auch zu der Umstellung der Produktion von Papier zur Cloud – komplett ohne Papier – nur per iPad bei jeder Arbeitsstation.

    Natürlich ging alles viel länger als im Projektplan vorgesehen und so arbeiten wir noch immer an Aufgaben, welche eigentlich vor 10 Monaten hätten fertig sein sollen. Der Druck war enorm, als wir im Herbst 2012 merkten, dass eigentlich so gar nichts rechtzeitig fertig wird. In jedem Fall mussten die Website, die Produktion und die Pralinen vor dem Weihnachtsgeschäft live gehen. Alles kam später, kostete mehr und war trotzdem ganz und gar nicht fehlerfrei. Unsere Prozesse, die IT, das Marketing,…Hier haben glaube ich alle Beteiligten stark gelitten.

     Heute sind wir einen grossen Schritt weiter gekommen. Auch und vor allem Dank unserer Partner, welche mit uns auch diese schwierige Zeit überstanden haben. So manches mal gingen die Emotionen hoch, wenn ein installierter Prozess nicht eingehalten oder ein Go-Live zum xten Mal verschoben werden musste. Heute haben wir eine (noch nicht 100%, aber 95%) stabile Produktions App und wieder ein fokusiertes Produktsortiment – mit Konzentration auf unsere Premiumtafeln.
    Wir haben nun begonnen eigene Rezepturen auszubauen und stellen fest, dass diese von unseren Kunden ebenso sehr beliebt sind. Selber kreieren ist zwar immer noch die Mehrheit der Bestellungen – unsere vorgeschlagenen Rezepturen holen aber mächtig auf. Daher werden wir diesen Bereich – und nur diesen Bereich – auch weiterhin kontinuierlich ausbauen.


    Sayonara (Weisse Schokolade, Matcha Grüntee, karamel- liserter Puffreis, Jasmin-Sand) ist hier zum Beispiel einer der beliebtesten Rezepturen, welche wir – wie immer – nie vorproduzieren, sondern immer frisch auf Auftrag herstellen.

    Was mich persönlich aber seit dem Start am 19. April 2010 enorm freut, ist immer noch die rege Teilnahme und das Interesse an unseren Produkten, an mySwissChocolate und unserer Geschichte. Es begleiten uns nun doch schon viele treue Fans seit Anbeginn (und besuchen uns sogar vor Ort in Pfäffikon), hier im Blog, per Mail oder auch in Facebook, wo wir auch unterdessen auf stolze 80’000 Fans gewachsen sind. Zuletzte auch wieder bei unserer Aktion zum Muttertag. Klar machen mehr mit, wenn es etwas zu gewinnen gibt. Aber die Teilnahme ist doch schon erstaunlich.

    Einen ganz wichtigen Step forward haben wir in unserer strategischen Ausrichtung gemacht, weiter hin zum Premiumprodukt, als wir unser neues Product Label eingeführt haben. Unsere Schoggi war und ist seit Beginn sehr beliebt – die Verpackung “versprach” aber etwas anderes. Oft ist es wohl so, dass aus dem Marketing die edelsten Verpackungen kommen mit einem Produkt, welches dann eher enttäuscht. Wir hatten “schlauerweise” den anderen Weg gewählt. Wir hatten ein leckeres und beliebtes Produkt, erzeugten aber mit unserer Verpackung den Eindruck eines ……mir fällt kein gescheiter Ausdruck ein…aber nichts was dem Premiumprodukt drinnen gerecht wurde (jemand nannte unsere Verpackung mal die “Word-Vorlage”).


    Dem Product Label folgte in logischer Konsequenz dann die heutige Verpackung. Eine hochwertige Verpackung für unsere weisse, vollmilch und zartbitter Schokolade, die dem Ausdruck Premium auch gerecht wird.






    Unsere ganze Aufmerksamkeit in den nächsten Wochen und Monaten im Sommer gehört nun 2 Themen:

    1. Individualisierung der eigenen Premiumverpackung. Wir hatten dies seit 2011 bereits im Shop, aber nicht mit der neuen Verpackung. Was wir im B2B Bereich bereits erfolgreich praktizieren werden wir noch ausgeprägter im Shop anbieten. Die Individualisierung über eine Banderole.

    2. Chocogreets: Den Wunsch von überall auf der Welt, jederzeit einen persönlichen Brief nach Hause senden zu können verfolgt mich bereits seit langer Zeit. Mit chocogreets bieten wir nun einen Service an, mit dem man seinen persönlichen Grusstext, mit einem eigenem Foto auf charmante Art und Weise (auf einer Schokoade 50g) innert 48h als Briefpost versenden kann. Wir haben dies zuerst als Facebook App, als Widget und auf einer Website (www.chocogreets.com) getestet und werden in nicht allzuferner Zukunft auch dazu Smartphone Apps launchen. Hier liegt auch das eigentliche Potential. Es gibt noch einige spannende Feature dazu. Dazu aber mehr kurz vor dem Go-Live (und der ist ja wie wir gelernt haben nicht immer fix).

    Jetzt ist der Bericht zwar etwas lang geworden, aber ich hoffe es war trotz allem interessant. Ich freue mich immer über Feedback von Euch.

    Euer Sven von den swiss chocolate guys

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  2. Grüne Schokolade?

    26. November 2012, 18:13 Uhr

    Zugegeben, Schokolade sollte eher kakaobraun sein, vielleicht zartbitterschwarz oder auch weiß – aber grün?

    Unsere Schokolade ist es aber dennoch. Allerdings nur im übertragenen Sinn. Wir haben in diesem Jahr viele umweltschonende Maßnahmen in der Produktion umgesetzt. Bei uns werden keine Ressourcen verschwendet. Wir sparen, wo es geht. Das Resultat unserer Bemühungen hat uns selbst überrascht: Rund 85.000 Tonnen CO2-Ausstoß vermeiden wir so im Jahr, alleine in unserem Produktions-Betrieb.

    Nochmal ca. die gleiche Menge sparen wir dadurch, dass wir uns bei unseren Versandpartnern für den grünen Versand entschieden haben. Über die Schweizer und Deutsche Post werden unsere Pakete und Päckchen CO2-neutral verschickt. Außerdem sind wir dem Projekt myclimate beigetreten, über das der nicht vermeidbare CO2-Ausstoß unserer Produktion kompensiert wird.

     

    Das macht MySwissChocolate zur wahrscheinlich klimaneutralsten Schokoladentafel der Welt!

     

    Liebe Grüsse sendet euch das

    MySwissChocolate-Team

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  3. mySwissChocolate: Zahlen und Fun Facts

    9. Dezember 2010, 22:07 Uhr

    Liebe mySwissChocolate Fans,

    wir haben heute stolze 11’400 Fans auf Facebook und mit 1’100 Mitgliedern im Club (in 14 Ländern!) unser Jahresziel mehr als erreicht. Darüber freuen wir uns sehr. Aber noch interessanter finden wir natürlich, was unsere Kunden so mögen.

    So haben wir gemerkt, dass beinahe 60% unserer Kunden am Liebsten Vollmilchschokolade essen. In Eurer Gunst an zweiter Stelle stand die weisse Schoggi, dann erst folgte die dunkle – bis jetzt! Denn mit dem Wintereinbruch überholte die dunkle Schoggi die weisse deutlich. Die Sorte Vollmilch blieb aber weiter unangefochten an erster Stelle auf der Beliebtheitsskala.

    Als Zutat zur Schoggi stehen bei Euch Mandelstäbchen ganz weit oben im Kurs, gefolgt von … Echtgold-Flocken!!! (Im Ernst! Wir sind ja immer für Überraschungen gut, aber das hätten wir auch nicht gedacht…) und einigen Dekor-Zutaten wie z.B. das “I love You”-Herz und jetzt zu Weihnachten natürlich der Tannenbaum.

    Hatten wir am Anfang ausschliesslich Privatkunden, steigt der Anteil an Bestellungen von Firmen rasant an. Davon aber völlig unabhängig ist die Beliebtheit unserer neuen individuellen Verpackungen. Diese Möglichkeit ist eingeschlagen wie eine Schoggi-Bombe, bei über 30% aller Bestellungen möchtet Ihr auch eine individuelle Verpackung zur Schokolade.

    Wir möchten uns jetzt schon einmal bei Euch allen bedanken: Für Eure positiven wie negativen Feedbacks, für Eure grosse Leidenschaft beim Thema Schoggi und für den Riesenspass den auch wir mit mySwissChocolate haben.

    Einen schönen Abend wünschen
    Eure Swiss Chocolate guys

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  4. SchoggiDance

    16. September 2010, 15:49 Uhr

    Die neueste Produktion in unserem YouTube-Channel:

    Schoggi macht Spass und bringt ne Menge Freude ins Leben!

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  5. NEU – IN oder ON TOP

    12. September 2010, 18:15 Uhr

    Eien weitere Individualisierung steht für Eure Schokoladentafel an. Und dann erst noch auf Euren Wunsch hin.

    IN oder ON TOP: Ab Mittwoch Mittag, den 15. September 2010, bieten wir Euch neu auch die Möglichkeit an, selbst zu bestimmen ob Ihr die Zutaten lieber direkt IN die Schokoladentafel eingearbeitet haben möchtet (gilt für alle Zutaten ausser jene unter “Deco&Blumen” und dein “eigenes Bild”), so wi Ihr es aus dem Einzelhandel kennt – aber natürlich 100% nach Eurem Kundenwunsch individualisiert, oder wie bisher, ON TOP, so dass alle Zutaten auf die Schokolade gelegt werden.

    Und so sieht die Wahl im Warenkorb dann aus:

    Wir verfolgen damit konsequent weiter den Grad der einzelnen Individualisierung Deiner eigenen Schweizer Schokoladentafel ;-) .

    Wir freuen uns auf Euer Feedback.

    Viele Grüsse Sven von den swiss chocolate guys

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  6. Einige von Euch werden es sicher schon bemerkt haben: Seit Freitag gibt es wieder eine neue Zutat im Shop. Ab sofort könnt Ihr von Eurem Computer ein Foto in den Konfigurator laden, das wir dann in Farbe auf eine Unterlage aus essbarem Zuckerpapier drucken. Das ist kinderleicht und damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten!

    Wenn die Schokolade ein ganz persönliches Geschenk sein soll, könnt ihr ein Foto von Euch, von der Freundin oder dem Freund, von der Oma oder dem nächsten Geburtstagskind verwenden. Es muss aber auch kein Foto sein – der Konfigurator kann die üblichen Formate JPG, PNG, BMP und GIF verarbeiten, und somit sind auch alle anderen möglichen Grafiken druckbar.

    Und wir sind auch schon sehr gespannt, was denn von den Grafikern unter Euch an Ideen kommt. :-) Denn dank Photoshop, Illustrator & Co. steht ihnen ja ein ganzes Arsenal an weiteren Gestaltungsmitteln offen, die wir auf die Schoggi übertragen können. Und wir hätten grosse Lust, die schönsten Designs hier zu veröffentlichen.

    Die Technik die wir für den Druck verwenden gibt es schon etwas länger. Bislang hat man sie aber überwiegend nur im Businessbereich verwendet (für Logobedruckung / Branding), weil es in den meisten Fällen eine Mindestbestellmenge gibt. Das fanden wir nicht so toll, und deshalb könnt ihr bei uns die Schokolade schon ab der ersten Tafel drucken.

    Habt Ihr Fragen oder Anregungen? Schreibt uns einfach! :-)

    Liebe Grüsse
    Eure swiss chocolate guys

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  7. Tagebuch der ersten Tage online…

    27. April 2010, 13:58 Uhr

    Die ersten Tage liegen nun hinter uns und wir können kurz mal Luft holen.

    Ich möchte euch ungeschönt die ersten Tage schildern. Mit allem positiven und negativen Punkten. Wir hatten uns dazu ein paar Punkte in den ersten Tagen notiert, damit wir sie nicht vergessen. Und wir sind an Euren ersten Erfahrungen mit uns sehr interessiert!

    Montag: 19.04.2010 – 10:00 Uhr. Wir sind alle in unserer Manufaktur und warten gespannt. Gespannt deshalb, weil die IT-Jungs immer noch versuchen die letzten Bugs zu eliminieren. Wir temperieren derzeit schon mal die Schokolade.

    • 10:30 Uhr. Paypal: Unser Logo wird nicht richtig angezeigt….grrr…gestern abend war noch alles i.o.
    • Warum zum Henker wird plötzlich bei Paypal, wenn man mit Kreditkarte zahlen möchte,  die entsprechenden Felder nicht mehr direkt angezeigt. Der Kunde muss nun neu erst noch einen – von Paypal gut versteckten – “Weiter” – Button klicken. Wenn er ihn dann auch findet.  Also schnell einen Workaround basteln…
    • 11:00: Alles drin. Jetzt die Seite rüber zur richtigen URL kopieren……
    • 11:30: es wird immer noch kopiert…..
    • 11:50: immer noch …..hmmmm!
    • 11:58. Fertig  ufff. Die Seite geht online – hurra Welt wir sind da!
    • 12:03 die erste Bestellung. 3 x weisse Shibby Schokolade!
    • 12:05 die zweite Bestellung und bereits einige Mails die Gratulieren (freu).
    • 12:05  …und ein paar Mails, die beklagen, dass Kreditkartennzahlung nicht geht……Ohje!  Der workaround wurde beim kopieren nicht miteingespielt. also schnell nachholen
    • 12:30  bisher 10 abgebrochene Bestellungen aufgrund Kreditkartenproblem bei Paypal….so ein M..
    • 12:45 Workaround (Bild zur erklärung bevor man zu Paypal geht) ist nun drin – Abbruchrate geht drastisch zurück
    • 15:15: Die ersten Presseanfragen treffen ein. Fotos werden verlangt von uns – haben wir aber noch nicht. Da muss das Logo und Produktfotos ausreichen.
    • Bis um 18:00 Uhr sind wir voll eingedeckt mit Bestellungen. Und super ist, dass 90% aller Bestellungen die einmalige Möglichkeit einer Geschmacksnote wählen. Wir haben den Aufwand dort nochmals unterschätzt. Aber es macht Spass!
    • Um 23:00 Uhr sind die letzten Bestellungen produziert. Morgen wird verpackt.

    Dienstag: 20.04.2010: 08:00 Uhr. Wir werten den ganzen Morgen die ganzen Aktionen aus und bereiten die Guscheine alle auf: 440 für facebook Fans, 50 für Blog-Wette, 2 für Puzzle. Am Nachmittag produzieren wir wieder….hmm, verpacken sollten wie auch noch, denn um 16:00 Uhr kommt die Post und holt die Päckchen ab. Es wird wieder 23:00 Uhr.

    Mittwoch: 21.04.2010:  07:30 Uhr. Schreck. Die Schokoladenmaschinen ist kaputt. Sie war zwar nur Übergangsmässig im Einsatz bis hoffentlich endlich am 28.04 unsere 3 bestellten Supermaschinen kommen :-) …aber trotzdem. sie kühlt nicht mehr richtig. sprich die Temperierung klappt nicht und die erste Schokoladenserie ist im Eimer.  Also wieder zurück zum Manuellen Temperieren :-( das braucht seeehr viel Zeit…und weiter kommen Bestellungen rein!

    Donnerstag: 22.04.2010: Ein Techniker ist da und erklärt uns, dass wir hier den falschen Strom haben. Also nicht die falsche Volt etc. sondern die Phasen. Wir haben 2 und sollten 3 haben (man lernt nie aus). Also dem Elktriker angerufen und paar “nette” Worte gesprochen und bald sollten wir die richtige Anzahl Phasen bekommen. Weiter also manuell temperieren…..wir sind im Verzug.

    Freitag: 23.04.2010: Die Menge an Bestellung nimmt ein wenig ab. Eigentlich nicht gut, aber jetzt “doch gut”. die Schokoladenmaschine geht immer noch nicht richtig. Grosser Ärger!  Naja was will man machen. Wir müssen schlimmstenfalls durchhalten bis unsere richtigen Maschinen kommen. Am frühen Morgen sind wir noch zu einem sehr edlen Geschäft gefahren, die an unseren Produkten als Wiederverkäufer interessiert sind. Am Nachmittag kam sogar der Besitzer eines Deluxe-Bistros aus Zürich zu uns.

    Ein Mail erreicht uns, in der die Kundin sich über unser Angebot super findet, aber wahrscheinlich nicht bestellen wird, da Sie den Preis als viel zu teuer empfindet. Sie vergleicht unser Produkt mit Premiumschokolade aus dem Handel. Ich antworte umgehend und versuche den Aufwand pro Tafel zu erklären und auf zu zeigen, dass Sie “Ihre eigene selbst kreierte Schweizer Schokolade” eben im Handle nicht kaufen kann. Ich weiss nicht ob ich sie überzeugen konnte.

    Am Nachmittag ein Pressetermin. Es werden Fotos geschossen (ui mit der alten Maschinen :-/). Ich glaube ich hab immer geschielt vor Müdigkeit.

    Die Facebook Fans schlagen alle Rekorde (naja “unsere” Rekorde ;-) ). Die Zahl an Fans steigt und steigt. Wir erhalten eine Menge Glückwünsche, vor allem die zusätzliche Geschmacksnote wird wieder gelobt (ui Erdbeere geht schon langsam aus…).

    Samstag: 24.04.2010: Aus Rückmeldungen wird ersichtlich dass die Zahlungsmöglichkeiten mit Kreditkarte und Paypal eventuell nicht ausreichen. Wir bieten zwar in der Schweiz bald auch die Möglichkeit an mit Postfinance zu zahlen, aber im Ausland ist nichts weiter geplant. Hier müssen wir nochmals über die Bücher.

    Wir bekommen eine eMail von Isabelle. Ihre Gutscheineinlösung klappt irgendwie nicht. Ich versuche Ihr zu helfen, erreiche aber niemanden von den IT-Jungs (naja es ist schönes Wetter :-) ) Es klappt schliesslich mit einem Workaround. => Merke: Schnell und unkompliziert reagieren ist extrem wichtig.

    Sonntag: 24.04.2010: Wir dürfen eine Offerte für 1’000 Tafeln abgeben (Juhui). Die Verpackungen werden für kommende Woche vorbereitet. Eine weitere Kundin bricht Ihre Bestellung ab, weil Sie keine Kreditkarte hat. Gottseidank kontaktiert Sie uns und wir finden gemeinsam eine Lösung. Wir entschliessen uns nun doch “Vorauskasse” einzuführen. Dabei kann bestellt werden und man erhält mit der Bestellbestätigung unsere Bankdaten. Sobald die Zahlung eingegangen ist, läuft die Bestellung in die Produktion ein. Wir sind gespannt was für ein Admin Aufwand da auf uns zukommt und ob die Kunden auch dabei berücksichtigen, dass Überweisungen alleine schon immer 1-3 Tage dauern können. Mal sehen. Die IT-Jungs wissen Bescheid und legen los mit der Erweiterung.

    So das wars von der letzten Woche. Natürlich nicht alles, aber wir haben extrem viel schon schönes erleben dürfen. Vor allem freuen wir uns natürlich über eine Menge Bestellungen. Vielen Dank also schon mal an alle die unsere Schokolade bestellt haben. Wir hoffen Ihr habt genauso viel Freude daran wie wir bei der Produktion.

    Wir möchten Euch alle bitten doch hier auch Eure ersten Erfahrungen mit uns, unserem Shop, Abwicklung/Zahlung, unsere Schoggi unsere Homepage etc. und eigentlich zu allem zu was Ihr Lust habt hier als Kommentar zu schreiben. Nur mit Euren Anregungen und Vorschlägen kommen wir weiter. Natürlich freuen wir uns immer auch über positive Meldungen :-)

    Viele Grüsse von Sven und den swiss chocolate guys

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  8. Unsere Manufaktur: Fast fertig

    24. März 2010, 19:46 Uhr

    Wir hatten euch ja schon auf dem Laufenden gehalten, betreffend unserer (fast) selbstgebauten Manufaktur. Nun sind wir einen Meilenstein weiter.

    Wir hatten ja quasi einen Rohbau gemietet und vorerst die Wände mit abwaschbarer Farbe gestrichen, dann den Boden mit einer 2-Komponentenfarbe (3x) gestrichen und nun noch die eigene Wand eingezogen.

    Dabei möchte ich euch die Bilder zur Entstehung “unserer Wand” nicht vorenthalten. Und dabei gleich noch unser Erlebnis zum Besten geben: Dabei muss man wissen, dass weder Christian noch Ich je zuvor eine Wand selber erstellt hatten – wenn auch aus Holz. Wir hatten uns gut zuvor erkundigt und das Material – gemäss Skizze – eingekauft. Los gings. Zuerst die Balken für den Rahmen in den Fussboden verankern. o.k. Beton. Das war ja klar, aber mit Stahlverstrebungen? Also neuen Bohrer im Baumarkt geholt.

    Dann die Vertikalen Holzverstrebung an die Decke verankert. Ja es war Gibs. Deswegen haben wir auch spezielle Gips-Dübel geholt. Die erste Stange an die Decke gedübelt  -hmm sieht gut aus. Ich steige von der Treppe langsam wieder runter und lehne mich leicht an den Balken – ächz, krach – da kommt doch fast die halbe Gipsdecke runter (also nicht die ganze Decke, aber die Querbalken an der Decke, welche eben komplett aus Gips sind). Was für ein Schreck. Einzige Lösung: Die Balken direkt an der Oberdecke festschrauben – ahh ja, Stahldecke, und ach so, speziell gehärtet. Na dann nochmals einen anderen Bohrer im Baumarkt geholt.

    Dann kam die einfache Übung dachten wir – die Holzplatten an die Balken schrauben. Ich sag euch, unglaublich. Wir haben insgesamt 4 speziell gehärtete Schraubenfasser verschlissen, bis endlich alle 145 Schrauben drin waren. Was für ein Krampf!  Und dann endlich die Türe eingefasst und – fertig.

    Heute haben wir noch die Fugen gemacht und morgen wird die Wand noch weiss gestrichen. Hurra!  Dann können wir uns endlich wieder der Schokolade widmen ;-)

    Hier ein paar Impressionen:

    Viele Grüsse von den swiss Chocolate Guys

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  9. Besuch bei der Swiss Chocolate Academy

    28. Januar 2010, 19:21 Uhr

    Am Dienstag waren wir in Zürich, direkt neben dem Startup-Technopark, auf Besuch bei der Chocolate Academy.

    Die Academy wird von Natascha geleitet und geführt. Sie war auch total unkompliziert und sofort bereit uns bei einigen Fragen zu unterstützen, welche wir in Hinblick auf unsere Manufaktur noch hatten.

    Natascha Schwarzer hat ihr Handwerk in Vancouver und Unterägeri im Kanton Zug gelernt, wo sie im Café Brändle eine 3-jährige Lehre als Konditor-Confiseur absolvierte. Sie brachte Kunden das Schokoladehandwerk als Chocolate Demonstrator bei Lindt in Zürich und Sydney, Australien näher. Anschliessend übernahm sie als Head Pastry Chef die Patisserie des Balzac, eines von Australiens renommiertesten Restaurants. Ihre zahlreichen Kenntnisse und Erfahrungen setzte sie schliesslich als Managerin der einzigartigen französisch inspirierten Patisserie Patisse in Sydney ein.

    Ich muss sagen, wir haben wieder viel gelernt und es war ein riesen Spass. An dieser Stelle ein grosses Lob und herzlichen Dank an Natascha (Du wirst uns nicht mehr los, jetzt kommen wir immer wieder zu Dir ;-) ), für die tolle Unterstützung und die lehrreichen Hinweise und Tipps.

    In den nächsten Tagen, sobald das Logo steht, werden wir Euch über unsere Schokoladenauswahl aufklären. Das “Herz und die Seele” unserer Schokoladen-Manufaktur.

    Bis dann, Euer Sven

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  10. Die eigene Produktion ist gefunden

    25. Januar 2010, 20:12 Uhr

    Jetzt war es endlich soweit. Wir haben den Standort für unsere Schokoladen-Manufaktur. Ausserhalb von Zürich, in Pfäffikon haben wir ausreichend Platz gefunden in einem Industriegebiet. Sogar noch gut ausbaubar.

    Allerdings ist noch nahezu alles ziemlich im Rohzustand, wir ihr erkennen könnt.

    Viel Platz für hoffentlich viiiele leckere Schweizer Schokoladentafeln.

    Heute haben wir auch bereits den Maler, den Gipser und den Sanitär getroffen. Bald wird hier fleissig gewerkelt.

    Dann hatten wir heute auch noch Termine zu den Themen Lebensmittelgesetzte und Deklarationen. Ein wahnsinns Dschungel kann ich Euch sagen. Gottseidank bringen wir bereits Gastronomieerfahrung mit, aber die Unterschiede in der Deklarationspflicht und den Anforderungen der Lebensmittelgesetze der Schweiz, EU und dem “Rest der Welt” ist schon extrem aufwändig. Naja, da müssen wir durch. Immerhin wollen wir es richtig machen.

    Dabei kann ich Euch von einem Detail erzählen, was die Deklaration betrifft: Wir benutzen 100g Tafelformen. Da geht natürlich 100g feinste Schokolade rein. So weit so klar.
    Ja, aber wir machen das ja alles von Hand! Und die Zutaten kommen ja auch dazu! Einfach “ca.” scheiben ist gegen das Gesetzt. Was der Kunde kauft muss auch drin sein. Kann ich auch nachvollziehen. Obwohl, wenn mehr drin wäre, würde es mich als Kunde eigentlich nicht stören ;-) – naja aber auch verboten (Übervorteilung).
    Nun was macht man also: Die Lösung (zumindest bis heute) ist, das fertige Produkt zu wiegen und das genau Gewicht auf die Verpackung zu schreiben. Dabei wird es wohl meist zu mehr als 100g kommen – (gut für Euch), da wir ja erst die Schokolade giessen. Dafür ists international 100% korrekt. Was angegeben ist, ist auch drin.

    In diesem Sinne, schönen Abend noch.

    Sven

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